Datenermittlung nach REFA

Die REFA-Methodenlehre beschreibt im Standardprogramm Datenermittlung die 12 Vorgehesschritte und erläutert diese.

  • Als erstes wird der Verwendungszweck festgelegt. Die Daten können zum Planen, Steuern, Kontrollieren, der Entlohnung usw. verwendet werden.
  • Nach der Festlegung des Verwendungszweckes wird das Arbeitssystem beschrieben. Dazu wird auf die Arbeitsaufgabe eingegangen. Was soll hier geschehen? Desweiteren wird das Arbeitsverfahren sowie die Arbeitsmethode beschrieben. Einen weiteren Einfluss auf die Daten haben die Arbeitsbedingungen.
  • Nach dem Beschrieben des Arbeitssystems, wird der IST-Arbeitsablauf in Ablaufabschnitte unterteilt und detailliert beschrieben. Jedem Ablaufabschnitt wird an dieser Stelle eine Ablaufart zugewiesen.
  • Als nächstes werden die Bezugsmengen und Einflussgrößen bestimmt. Diese geschieht durch Messen, Schätzen, Zählen, Beurteilen … .

Hier stellt sich jetzt die Frage, sollen die Ist-Zeiten erfasst werden oder nicht.

Wenn ja:

  • Dann geschieht es durch Messen, Selbstaufschreiben sowie durch Befragung der Mitarbeiter. Der Leistungsgrad wird jeweils beurteilt.
  • Die so ermittelten Zeiten werden rechnerisch und statistisch ausgewertet.

Wenn nein:

  • Werden die Soll-Zeiten durch Systeme vorbestimmter Zeiten, berechnen, vergleichen und schätzen oder befragen der Mitarbeiter bestimmt.

Nach dem die Zeiten ermittelt wurden stellt sich die Frage nach der Häufigkeit der Verwendung. Zur einmaligen Nutzung der Zeiten werden die nächsten Schritte übersprungen und geht mit dem ermitteln der Grundzeiten weiter.

  • Werden die Zeiten häufiger benötigt, werden Planzeiten gebildet. Das geschieht in Form von Tabellen oder Formeln.
  • Nach dem die Planzeiten erstellt sind, werden die Schritte 2 bis 4 wiederholt. Es entsteht ein Soll-Arbeitssystem mit Soll-Ablaufabschnitten und den dazugehörigen Einflussgrößen.
  • Für den beschriebenen Soll-Ablaufabschnitt stehen die Planzeiten jetzt entsprechend fest.

Hier kommen die beide Verwendungen wieder zusammen.

  • Alle Soll-Ablaufabschnitte des Soll-Arbeitssystems werden addiert. Es entsteht die Grundzeit tg. Die Grundzeit wir auf eine Mengeneinheiten bezogen.
  • Zur Grundzeit werden noch Zuschläge addiert. Diese können neben der persönlichen und der sachlichen Verteilzeit auch Erholzeiten sein.
  • Die Summe aus der Grundzeit und den Zuschlägen errechnet sich die Soll-Zeit te. Diese Zeit wird als Vorgabezeit zum Planen, Steuern Kontrollieren und für die Entlohnung benötigt.