Industrial Engineering

Optimierung des Betriebsgeschehens durch vernetztes Denken und interdisziplinäres Handeln

Industrial Engineering umfasst eine Palette von Methoden und Erfahrungen zur ganzheitlichen Optimierung des Betriebsgeschehens. Es fördert und fordert vernetztes Denken und interdisziplinäres Handeln. Es werden alle Bereiche des Unternehmens bei der Betrachtung mit einbezogen.

Wir beschreiben Ihnen den Material- und Informationsfluss durch Ihr Unternehmen. Die Informationsweitergabe kann mündlich oder schriftlich z.B. in Form von Zeichnungen, Arbeitspapieren oder Mails an Mitarbeiter erfolgen.

Wir durchleuchten alle Prozesse in Ihrer Wertschöpfungskette.

Angefangen wird mit dem Versand. Hier schauen wir uns die Vorgehensweise Ihrer Mitarbeiter an, erfassen die durchgeführten Arbeiten und analysieren alle Informationen, die aus den benachbarten Bereichen zur Verfügung gestellt werden.

Zum Beispiel interessiert es uns:

  • Wer erstellt den Lieferschein?
  • Wer bestellt den Spediteur?
  • Wie werden die Versanddaten wie Gewichte, Maße der Verpackung und Stückzahl der Sendung erfasst?
  • Wo werden diese Informationen sonst noch benötigt?
  • Welche Papiere werden aus der Endmontage mit in den Versand gegeben? * Welche Papiere werden neben dem Lieferschein noch benötigt?
  • Werden mit den erhobenen Daten Auswertungen erstellt?
  • Werden diese Daten für die Versandoptimierung herangezogen?
  • Welche Schlüsse werden aus diesen Analysen sonst noch gezogen?

Der nächste Bereich, den wir betrachten ist die Endmontageabteilung.

  • Welche Arbeiten fallen hier an?
  • Wie werden die Komponenten für die Produktion hierher angeliefert?
  • Welche Information benötigen die Mitarbeiter hier in der Endmontageabteilung zur Fertigung der Produkte?

Wichtige Fragen aus Mitarbeitersicht:

  • Wer kann den Mitarbeitern weiter helfen?
  • Welche Fragen tauchen immer wieder auf?
  • Welche Maßnahmen sind erforderlich, den Fertigungsfluss ohne Unterbrechung laufen zu lassen?
  • Aus welchen Bereichen kommen immer wieder zu wenig oder falsche Informationen?
  • Stehen die richtigen Unterlagen zur rechten Zeit den Mitarbeitern zur Verfügung?

Im Bereich der Vormontage steht die Frage der Materialbereitstellung im Fokus unserer Betrachtung.

  • Wann stehen den Mitarbeitern die benötigten Teile zur Verfügung?
  • Wie werden die Teile kommissioniert?
  • Wo können die Mitarbeiter sehen, dass alle für den Auftrag benötigten Teile kommissioniert sind?
  • Was wird von wem bei fehlenden Teilen unternommen?

Vor der Endmontage wird durch die AV der Startschuss für die Fertigung gegeben. Unter Einbeziehung Ihrer Mitarbeiter, die ja sozusagen Spezialisten für ihren Arbeitsplatz sind, suchen wir nach noch mehr Verbesserungspotential. Es wird praktisch alles hinterfragt:

  • Liegen für alle Arbeitsgänge Vorgabezeiten vor?
  • Wie alt sind diese Vorgabezeiten?
  • Kennen Ihre Mitarbeiter diese Vorgabezeiten?
  • Gibt es Ablaufbeschreibungen z.B. in Form von Montageanleitungen für die Mitarbeiter?
  • Wie werden die Montagezeiten der Mitarbeiter erfasst?
  • Werden über die Ist-Montagezeiten und Vorgabezeiten Analysen erstellt?
  • Erstellt jemand eine Übersicht mit den Gründen der Abweichungen?
  • Wird eine Maßnahmenplan zur Reduzierung der Abweichungen erstellt?
  • Stehen den Mitarbeitern in der Arbeitsvorbereitung bei kundenspezifischen Produkten alle Information zur Verfügung?
  • Liegen aus der Projektierungsphase alle Zeichnungen, Schaltpläne und sonstige Absprachen vor?

Bevor die Aufträge in die Arbeitsvorbereitung gegeben werden, sind ggf. die Anforderungen des jeweiligen Kunden abzuklären. In der Projektierungsphase arbeiten die Mitarbeiter aus der Entwicklung und dem Vertrieb eng zusammen. Hier werden die Wünsche kaufmännisch und technisch in Form gegossen.
An dieser Stelle werden über 80% der künftigen Kosten festgelegt. Deshalb ist an dieser Stelle die Kontaktaufnahme hinsichtlich entstehender Machbarkeit und Kosten wichtig und sinnvoll, bevor die Unterlagen an die Arbeitsvorbereitung übergeben werden.

Konten wir Ihr Interesse wecken?

Ein Beispiel aus der Praxis:

Projekte haben fast immer einen Endtermin. Dieser Termin muss unbedingt eingehalten werden (Vertrieb, GF). Die Unterlagen, die aus der Entwicklung in die Arbeitsvorbereitung gelangen, sind leider oft mit Fehlern behaftet. Aus Zeitmangel, weil der Liefertermin „muss eingehalten werden“, kommt die Überprüfung zu kurz. Die Zeichnungen für die benötigten Teile werden in die EDV eingegeben und gelangen über diesen Weg in die Materialwirtschaft. Dort erkennt man den Zeitdruck und bestellt natürlich so schnell wie möglich die Teile. Bei der Montage stellen dann die Mitarbeiter leider fest, dass es wieder einmal falsch gelaufen ist und sind frustriert!

Für alle entsteht Stress!

Der folgende Ablauf wird daraufhin angeschoben: Zeichnungen überarbeiten, neue Teile bestellen, in der Montage wird der Auftrag zur Seite gestellt und der nächste Fertigungsauftrag begonnen. Nach einigen (verlorenen) Tagen kommen die Teile, laufen durch die Wareneingangskontrolle und die Kommissionierung. Endlich gelangen sie nach einem weiteren Tag in der Montageabteilung. Der eingeschobene Auftrag benötigt noch Stunden bis zur Fertigstellung, trotzdem wird er fertiggestellt, weil der Abbruch zu teuer wäre. Unter Zeitdruck wird im Anschluss endlich der unterbrochene Auftrag wiederaufgenommen, weil eine Unterbrechung, das Ein- und Umrüsten der Aufträge zu viel Zeit gekostet hätte Als wird erst nach der Fertigstellung des Zwischenauftrages der unterbrochene Auftrag zu Ende gebaut.

Im Unternehmen hat die Fertigung meistens den schlechtesten Ruf im Unternehmen. „Die können keine Termine einhalten und wollen immer längere Liefertermine.“ „Die maulen immer nur über die Unterlagen.“ Andere sehen sich in Verteidigungsstellung „Wir vom Vertrieb und der Projektierung bekommen eben nur diese Informationen von unseren Kunden.“ usw.
Die Schuld für das Misslingen der Projekte wird häufig in der Fertigung oder der Materialwirtschaft gesehen, weil sie am Ende der Kette stehen. Doch sie können nur noch reagieren und nicht mehr agieren.

Hier kommen wir für Sie ins Spiel:

Wir analysieren die Schwachstellen Ihres Unternehmens und helfen Ihnen, diese häufig wiederkehrenden Störpunkte abzustellen.
Gemeinsam mit Ihnen und Ihren Mitarbeitern erarbeiten wir Lösungen zur Vermeidung des oben beschriebenen Ablaufes.

Möchten Sie mehr wissen?